| Wer an die Jugend glaubt... Gerade in der heutigen Zeit fehlt es der Jugend mehr und mehr an Orientierungshilfen. Schule, Universität und Staat sind an ihrer Leistungsgrenze angelangt und können sich nicht mehr auf alle gestellten Aufgaben konzentrieren. Die Folgen der Orientierungslosigkeit sind Verunsicherung der Jugend auch in Hinblick auf spätere Berufschancen und die Distanzierung von der "Erwachsenenwelt". Jugendliche fühlen sich nicht ernst genommen, was nach und nach zur Kriminalisierung derselben führen kann. Mangels konstanter Perspektiven wird der Jugend ständig der Boden unter den Füßen weggerissen was dazu führt, daß sich Jugendliche zu wenig mit den Problemen und Aufgabengebieten von morgen beschäftigen. Die Verantwortung für diese Entwicklung läßt sich sicherlich niemandem alleine zuschieben. Es liegt wohl in der gemeinsamen Hand von Eltern, vom Staat und der Gesellschaft, etwas daran zu ändern. Auch der Kirche und der Unternehmenskultur kommt hierbei eine hohe Verantwortung zu. Diese gemeinsame Verantwortung wurde schon von einigen Unternehmen erkannt, die sich aktiv dafür einsetzen, daß Perspektiven aufgezeigt und Technologien nutzbar gemacht werden. So begründet der Internetanbieter "nacamar", einer der Hauptsponsor von SCRAM! e.V. seinen Beitrag wie folgt: Nacamar unterstützt im laufenden Jahr zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen - mit Dienstleistungen im Gesamtwert von mehreren hunderttausend Mark. Der Hauptteil kommt dabei Projekten mit pädagogischem Hintergrund zugute. "Die Informationstechnologie avanciert derzeit zu einem der wichtigsten Wissenszweige. Sie wird das nächste Jahrhundert entscheidend prägen", begründet Nacamar-Geschäftsführer Klaus Landefeld das Engagement des Unternehmens in Sachen Sponsoring. "Die Stellung unseres Landes im internationalen Wettbewerb hängt mehr und mehr davon ab, wie intensiv wir uns mit Kommunikationsmitteln wie dem Internet vertraut machen." Von politischer Seite werde diesem Umstand "bei weitem nicht genug Rechnung getragen", so Klaus Landefeld. "Als einer der führenden deutschen Internet-Provider sind wir jedoch in der Lage, die Defizite - vor allem in den Schulen - zumindest in kleinem Umfang zu verringern und damit ein Zeichen zu setzen. Hierin sehen wir eine Verantwortung, der wir uns stellen wollen." Es tut gut, zu wissen, daß auch in der heutigen Zeit noch stark an die Jugend geglaubt wird; auch, wenn wir davon immer weniger merken... Das SCRAM!-Projekt, welches nur durch aktive Mithilfe von Sponsoren und Helfern möglich ist, zeigt ein gutes Beispiel dafür, daß die Jugend keineswegs überall auf dem Abstellgleis steht. Jugendliche bekommen die Chance, etwas eigenes zu realisieren. Jugendliche beschäftigen sich mit neuen Themen und setzen sich mit zukünftigen Problemen auseinander. Daß dieses Konzept der Eigenverantwortung aufgeht, sehen wir in unserer täglichen Arbeit. Wir haben Ziele, die Schritt für Schritt in kleinen Aufgaben angegangen und erreicht werden. Motiviert durch kleine Erfolgserlebnisse erarbeiten sich Jugendliche ein gewisses Knowhow in verschiedenen Bereichen und lernen aktive Teamarbeit kennen... Wir erleben, wie sich auch "schwierige" Jugendliche bei uns wohlfühlen und sich nach und nach integrieren. Neben dem Erreichen des SCRAM!-Hauptziels, Jugendliche mit dem neuen Medium Internet zu konfrontieren, ist es uns wichtig, auch andere Jugendliche zu fordern. Wir merken, daß allein die Möglichkeit ein enormes Potential freisetzt, sich mit den Aufgaben beschäftigen zu können, die der "Jugendprovider SCRAM!" mitsich bringt. Die gestalterische Umsetzung dieses Potentials verschafft Erfolgserlebnisse, die wiederum das Selbstvertrauen stärken; ein Selbstvertrauen, wie es eine gesunde Gesellschaft braucht. wir bedanken und für das entgegengebrachte Vertrauen unserer Sponsoren und Helfer und ermutigen zum ähnlichen Handeln. Ich mahne davor, die Jugend und deren Probleme zu übersehen, denn die Jugend ist der Leistungsträger von morgen... 05.01.98 Tom. |