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Roskilde-Streetcult Oder Nach einem anstrengenden Tag in Bus und Flugzeugen, die sogar über die Autobahn rollen, haben wir unser Ziel am Flughafen von Cøpenhavn (Kopenhagen) fast erreicht. Endlich ausgecheckt, empfängt uns ein netter blonder Mann namens Klaus Holm, der gleich einen sehr fürsorglichen Eindruck macht. Mit einem "etwas" älteren Ford-Transit beginnt der letzte Teil unserer Reise nach Roskilde. Ab jetzt heißt es Englisch sprechen, weil keiner von uns vorher einen Dänisch-Kurs an der Volkshochschule belegt hat. Die Schlafstätte, die uns zur Verfügung gestellt wird, ist ein Campingplatz, etwa 5km von Roskilde entfernt. Und da stehen sie auch schon, nette kleine rote Hütten in denen man eher ein Rudel Doggen vermuten würde. Uns wird gesagt, dass in diesen Hütten 6 (!) Menschen Platz haben. In zwei solcher Häuslein dürfen wir uns ausbreiten. Neben unseren Schlafgemächern wohnt die portugiesische Gruppe, die schon einen Tag früher angekommen ist. Endlich eingerichtet, für's Frühstück eingekauft und das Waschhaus inspiziert geht's ab in die Domstadt, sie etwa so groß ist wie Speyer.
Das Music-Cafe "Gimle" ist der Knotenpunkt für das Wochenende. Schließlich gibt es nun auch etwas zu essen. Mmmmmhhhh..... Chili con Carne!!!!!! Auaaahhh ist das scharf! Um 22 Uhr beginnt dann das erste Konzert im "Gimle".
Dänische Hip-Hop, der zwar nicht verständlich ist, sich aber sehr gut anhört. Die Jugendlichen aus Roskilde hotten kräftig zum Smørebrød-Rap ab. Um 0.30 Uhr Tobt die Menge als Dänemarks populärster Jungrapper namens Clemens mit einem Video angekündigt wird. Um 1Uhr sind wir dann doch etwas müde und nehmen uns ein Taxi. Um die Großzügigkeit zu loben: Das Taxi müssen wir weder an diesem, noch an den beiden anderen Tagen bezahlen. Ausserdem erhalten wir jeder vier Getränkegutscheine und einen "Lunchgutschein". Müde und geschafft fallen wir in unsere Betten. Samstagmorgen; halb zwölf auf dem "Vigen-Camping"; leicht bedeckt, aber die Sonne kommt; Frühstück im Freien. Um 13.30 Uhr geht es mit dem Bus in die Stadt. Die groß angekündigten Workshops von Inlineskaten bis Breakdance entpuppen sich als eher rar besuchte Veranstaltungen. Wir trennen uns, um uns verschiedene Eindrücke von Roskilde einzuholen. Am späten Nachmittag entschliessen wir uns Spontan nochmal eine "Take-a-Rest" Zeit auf dem Campingplatz einzulegen. Nun haben wir ein wenig Luft um uns am Strand hinzuhauen, den Ausblick zu genießen oder aus den Quarzsteinen ein paar Feuersteine zu hauen. Gegen 21.30 Uhr, nachdem wir schon die Hälfte der Rockkonzerte verpasst haben, düsen wir mit dem Bus wieder in die Stadt. Wieder im "Gimle" angekommen, treffen wir die Portugiesen um dann einen sehr experimentellen Techno-Abend mitzuerleben. Das Publikum muss wohl die andere Hälfte der "Roskilde-Jugend" sein denn von gestern Abend ist keiner zu sehen. Im Allgemeinen war diese Veranstaltung ,meiner Meinung nach, eine sehr gelungene, nur kann man sagen ,dass die Dänen einen ziemlich merkwürdigen Tanzstil haben, aber jeder wie er mag. Um 2 Uhr lassen wir uns ganz nobel mit einem netten, bequemen Taxi deutscher Herkunft zum Campingplatz schaukeln. Auf allgemeinen Beschluß hin schlafen wir am letzten Tag, dem Sonntag, bis 10.30 Uhr, frühstücken, duschen uns und räumen die in "Dänischrot" gestrichenen Hütten. Mit dem Taxi flitzen wir zum Bahnhof. Die Portugiesen schaffen es in letzter Minute noch zum Zug zu sprinten um mit den, ebenfalls spendierten Tickets nach Kopenhagen zum Flughafen zu schuckeln. Wirklich sehr komfortabel, im Raucherabteil gibt es richtige Aschenbecher!!!
Von den Portugiesen verabschiedet und eingecheckt geben einige von uns die letzten Kronen im Duty-Free-Shop zu verprassen. Unsere letzten Schritte machen wir über die "Gangway" zum Flugzeug. Und schon heben wir wieder ab in Richtung Amsterdam, um dort fast übergangslos in den nächsten Flieger zu hüpfen und nach Frankfurt zu fliegen. Mit unserem Gepäck in der Hand suchen wir unseren Luxus-Jugendzentrum-Bus, der uns ganz behutsam wieder nach Speyer kutschiert.
Um ein kleines Fazit zu ziehen, muss ich sagen, war es doch ein sehr schönes, angenehmes und erfahrungsreiches Wochenende in einem Land, in dem das Bier 7DM kostet................
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Zum Autor: 19 Jahre Hobbies sind Feurspucken, Theaterspielen, Reisen und die(ehrenamtliche)Jugendarbeit angehender Schauspielschüler ab dem Wintersemester 99/00 |
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