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AUSGABE: Dezember 2001

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Rubrik: STUFF

PORTRAIT: Geschichten aus dem Leben

In jedem Leben gibt es Schatten - und Lichttage man muß nur lernen den Nutzen daraus zu ziehen!


Im Leben jedes Menschen gibt es Tage an denen steht man im Licht, sprudelt vor Glück fast über und läßt sich im Strom des Lebens treiben.

An anderen Tagen ist der Schatten der das eigene Leben trifft so groß, daß man nicht fähig ist über die eigene Bettkannte hinauszublicken.

Von solchen Lebenserfahrungen will ich euch berichten um euch zu sensibilisieren. Sensibel zu werden für sich und andere und einen neuen Blickwinkel zu ermöglichen auf sein eigenes Leben.
In den folgenden Lebensbildern sind die Namen geändert, nicht aber der Inhalt. Dieser entspricht wahren Begebenheiten.


Manuel 23J.

Die Kindheit war mit dem Schatten des Selbstmordes seiner Mutter behaftet, der bis heute sein Leben nachhaltig beeinflusst.
Seine Kindheit verbrachte er bei seinen Großeltern, die ihn aufnahmen. Sein Vater konnte sich nicht um ihn und seine Schwester kümmern. Der Großvater war ein sehr kaltherziger Mann, der nur an den monatlichen Sozialzahlungen interessiert zu sein schien.
Seine Großmutter und seine Schwester brachten mit ihrer großen Liebe zu ihm ein wenig Licht ins Dunkel.
Mit achtzehn zog er in eine eigenen Wohnung und hielt den Kontakt zu seiner Schwester und der Großmutter, die jedoch immer mehr an der Alzheimerkrankheit litt.
Kurze Zeit war er arbeitslos - hatte keine Perspektive. Doch er gab nicht auf und hatte dann endlich auch Erfolg: Nun hat er einen Job, eine Wohnung und eine fast Freundin.
Alles in allem ist er ein Mensch, der sich vom Schatten ins Licht zu kämpfen versucht, mit Herz, Verstand und Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Für sich, aber auch für andere.


Bastian 24J.

Sein Leben begann wie viele andere auch und lief viele Jahre lang mit seinen kleinen Höhen und Tiefen - wie bei allen anderen auch. Dann aber, ziemlich schleppend, begann sich die Beziehung seiner Eltern ins negative zu verändern. Sie wurden sich fremder. Vor allem der Vater floh sich in Affären. Seine Mutter litt sehr unter der Situation und gab den Hass weiter an ihren Sohn. Dieser versuchte sich von dem Vater abzugrenzen, denn dessen Gleichgültigkeit verletzte ihn besonders tief.
In ihm wuchs der Abscheu auf diesen Menschen extrem an und er versuchte ihn zu verletzen. Er entwickelte eine homosexuelle Neigung. Seine Freude, die Aufmerksamkeit von Männern auf sich zu ziehen und mit ihnen zu spielen, ist auf diese familiäre Situation zurückzuführen.
Momentan aber löst sich die Ehe seiner Eltern auf und der Hass weicht dem Verlust seiner kleinen Heimat. An dieser hängt er trotz allem sehr.
Das faszierende an diesem Menschen ist, das seine homosexuelle Neigungen langsam zurückgehen und er sich immer mehr für Frauen zu interessiern beginnt.



Autor: Vroni
Erstellt am: 2001-11-20



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