STUFF: Dezember 2000  
















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KOMMENTAR: KOMMUNIKATION IN FRÜHEREN ZEITEN 85 jährige dame: 2000-07-01

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Als mein Großvater in Hockenheim um die Jahrhundertwende ungefähr als erster Bürger der Stadt sich ein Telefon anlegen ließ, kamen Nachbarn, um dieses Wunder zu sehen...


Kommunikation in früheren Zeiten.

Als mein Großvater in Hockenheim um die Jahrhundertwende ungefähr als erster Bürger der Stadt sich ein Telefon anlegen ließ, kamen Nachbarn, um dieses Wunder zu sehen. Sie staunten, als die Telefonistin die Verbindung mit Mannheim nach langem Warten herstellte und sie bewunderten meinen Großvater, als er mit seinem Geschäftsfreund sprach.

Bei meinen Eltern in Speyer gab es so lange ich mich erinnern kann wohl ein Telefon, wir hatten glaube ich, die Nummer 69. Später wurde dies verändert in 2069. Natürlich mußte die Verbindung mit dem Ausland durch eine Telefonistin hergestellt werden. Aber ich muß bekennen, daß noch nach dem zweiten Weltkrieg ein Gespräch mit Argentinien, wo meine Eltern und meine Schwester lebten nicht so einfach war. Zum Geburtstag meiner Mutter wollte ich gern anrufen, und meldete dies an. Die Telefonistin sagte mir, daß es wohl eine Zeit lang dauern könnte, bis die Verbindung hergestellt sei. So habe ich, ich weiß nicht wie oft, am Geburtstag Stunden gewartet bis die Telefonistin sagte, ich könne mit Buenos Aires sprechen. Und dann hörte ich einige Male statt der Stimme meiner Mutter im Echo meine eigene Stimme. Endlich, nach Jahren war auch diese Verbindung automatisch und wir haben noch öfters gesprochen.

Briefe haben wir jedoch ganz regelmäßig ausgetauscht, die Korrespondenz lief gut. Überhaupt ist ein Briefwechsel doch etwas Bleibendes, während ein Telefongespräche eine Momentaufnahme ist. Wie romantisch ist es doch, von seinem Verlobten einen Brief zu empfangen, den man noch einige Male lesen kann.

Wir hatten zu Hause Radio und hörten in guten und schlechten Zeiten die Nachrichten. Mein Mann und ich haben uns sehr spät entschlossen eine Television anzuschaffen; wir fanden dieses Medium eigentlich nicht der Mühe wert. Es gab da eine ironische Aussage: der Herr Professor sagt zu seinen Kollegen: "Gehen Sie auch zu ihrer Putzfrau, um auf dem Fernsehen den Fußballwettstreit zu sehen?" Inzwischen ist aber das Fernsehen "erwachsen" geworden. Ich sehe allerdings nicht sehr viel. Natürlich die Nachrichten, eventuell einen guten Film und ein Quiz.

Über das Medium als Internet und Email kann ich nichts berichten, da ich davon zu wenig weiß.



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