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PORTRAIT: ERICH KäSTNER nadja: 2000-10-31

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Viele Kinder und Erwachsene schätzen die vielseitigen Werke des Autors Erich Kästner, der sich mit seinen Kinderbüchern und seiner unvergleichlichen Lyrik in die Herzen seiner Leser schrieb. Da er in meinen Augen Vorbildcharakter hat, möchte ich ihn in dieser Ausgabe kurz portraitieren.


Kurzportrait: Erich Kästner

Erich Kästner wurde am 23.2.1899 in Dresden geboren.  Nach der Volksschule besuchte er das Lehrerseminar, dass er nach einem Jahr Militärdienst (1917-1918) abschloß. Nach dem Abitur (1919) begann er ein Studium an der Universität in Leipzig. 1925 promovierte er und setze seine Redakteurstätigkeit fort, mit der er bereits 1922 am Zeitungswissenschaftlichen Institut begann.
Er arbeitete ab 1927 als Theaterkritiker und freier Mitarbeiter in Berlin für verschiedene Zeitungen. 1933 wurden  seine Bücher unter natinalsozialistischem Regime verbrannt, 1934 (erneut 1937) wurde er von der Gestapo verhaftet, bis ihm ab Januar 1943 endgültig Schreibverbot erteilt wurde. 1951 wurde er Präsident des westdeutschen PEN - Zentrums (bereits 1931 wurde er in den PEN- Club gewählt) und in München, wo er seit einigen Jahren lebte, gründete er im selben Jahr das Kabarett "Die kleine Freiheit." Nach einigen längeren Aufenthalten im Sanatorium und vielen Lesungen in ganz Europa zog sich Kästner bis 1966 ziemlich zurück.
Am 29.7.1974 starb er in München.

Bis heute ist er als Kinderbuchautor sehr populär. Zu seinen erfolgreichsten Kinderbüchern zählen "Das doppelte Lottchen", "Emil und die Detektive", "Der 35. Mai", "Die Konferenz der Tiere", "Das fliegende Klassenzimmer" und "Pünktchen und Anton".
Erwachsene erfreute er mit Werken wie: "Dr. Erich Kästners lyrische Hausapotheke", "Ein Mann gibt Auskunft", um nur zwei zu nennen.

Im Laufe der Jahre erhielt er für sein Schaffen einige Preise, unter anderem 1950 den Bundesfilmpreis für "Das doppelte Lottchen",
1957 den Georg - Büchner - Preis, 1974 die goldene Ehrenmünze der Landeshauptstadt München.

Was den Schreibstil Kästners auszeichnet ist seine klare, deutliche Haltung zu den von ihm beschriebenen Dingen, die er mit viel Eleganz und Charme, Witz und Humor in einprägsame, aussagekräftige oft sehr moralischeVerse bringt.
Doch schwingt selbst in den humorvollsten Zeilen Ironie, Bitterkeit und Pessimismus mit.

nadja

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