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REPORTAGE: EUROPE BY MUSIC II |
mohan: 2003-02-26 |
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XXL-Version
Zehn Bands aus neun europäischen Ländern traten be Europe By Music in Speyer auf. Geboten wurde Rockmusik, mal etwas schneller, mal etwas langsamer.
Am 21. und 22.3. gab es Rock aus Europa auf die Ohren, Europe By Music II war angesagt. Dieses Event war Bestandteil von inSPEYERed, einem Projekt, das sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Menschen in Europa zusammen zu bringen. Organisiert wurde das Wochenende von der Stadt Speyer in Zusammenarbeit mit scram! und dem Rockmusikerverein Speyer. Ja richtig gelesen, scram! war auch an der Organisation beteiligt. Die scram!lings übertrugen das Musikfestival in Bild und Ton ins Internet. Das Bild aus Platzgründen allerdings nur einzelne Bilder, kein Stream. Und tatsächlich, es machten genug Leute aus Europa Gebrauch davon, das Konzert mitzuverfolgen, ein europäisches Event, das live in Europa gehört wurde. Das war einmalig. Damit alle Bands die gleichen Chancen hatten, wurde die Reihenfolge der Auftritte zu Beginn ausgelost.
Am Freitag war der ruhigere Tag. Los gings mit Antheos aus Chartes (Frankreich), die melodischen Folkrock spielten, hat mir gut gefallen. Als nächste betraten Ervin aus Roskilde (Dänemark) die Bühne, im Gepäck hatten sie Dynamic Rock. In der Tat spielten sie druckvollen Rock mit Orgel, kam ebenfalls gut an. Als dritte Band kamen Mythus aus Evora (Portugal) auf die Bühne. Sie waren als Punk-Rock-Band angekündigt, gespielt haben sie allerdings eher melodischen Death Metal. Naja, war nicht so ganz mein Ding. Das meinten auch viele aus dem Publikum, die sich bei dem Konzert an die Bar verzogen. Aber bei Eiore aus Linköping (Schweden), die Hip-Hop spielten, war wieder Leben vor der Bühne. Die beiden Mädels machten richtig Stimmung. War aber nicht so meine Musik. Aber bei Ho! aus Gniezno (Polen) kam ich auch wieder auf meine Kosten. Sie spielten Indierock mit polnischen Texten, hat mir gut gefallen. Schade, dass nicht mehr so viele Zuschauer in der Halle waren.
Der zweite Tag war den härteren Klängen gewidmet. Los gings mit No-oN aus Ravenna (Italien). Sie spielten Nu-Metal mit einem ausgebildeten Sänger. War schon heftig, hat mir irgendwie gefallen. Als zweites betraten Swarog aus Kursk (Russland) die Bühne. Sie spielten Country-Rock mit russischen Texten. Hat mir am besten gefallen, kamen auch beim Publikum gut an. Die nachfolgenden Iris aus Roskilde (Dänemark) konnten mit ihrem melodischen Rock ebenfalls überzeugen. Besonders die Coverversion von Reinhard Meys "Über den Wolken" kam gut an. Jetzt wurde es deutlich härter, Meaning of Difference aus Speyer (Deutschland) betraten die Bühne. Sie spielten ihren krachigen Nu-Metal souverän. War zwar nicht so meine Musik, zu wenig Melodie, kam aber trotzdem gut rüber. Eine Steigerung dazu boten Discordead aus Joensuu (Finnland). Sie spielten eine ähnliche Musik, aber der Sänger röchelte schon fast. Das war schon ziemlich heftig.
Zusammenfassend muss ich sagen, das Festival hat sich gelohnt, es waren einige gute Bands dabei. Alle haben ihre Sache souverän gemacht. Es waren keine "Superstars" dabei, die einfach nur ihr Proramm abspulten. Wer nicht dabei war, hat was verpasst.
Aber wir sind ja nicht so, für alle, die nicht dabei waren, gibt es einen kleinen Ausschnitt und zwar "Über den Wolken" gespielt von der dänischen Gruppe Iris. Alle, die da waren, können jetzt in Erinnerungen schwelgen. Genug, hier ist der Link, beachtet bitte, die Datei ist ca. 9MB groß, also Leute mit langsamer Verbindung, bitte geduldet euch etwas. Aber das Warten wird mit einer wirklich gelungenen Version von Reinhard Meys Lied belohnt.
Über den Wolken (ca. 9MB)
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