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KURZGESCHICHTE: ER NANNTE MICH NUTELLA |
ljuba und kraski: 2005-06-21 |
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Druckversion
XXL-Version
"Du bist Nutella und ich Weissbrot."
"Du bist Nutella und ich Weissbrot", sagt er und geht schweigend neben mir her. Ich habe zwar keine Ahnung was er damit meint, weiß aber, dass es richtig klingt. Das erste was ich an ihm wahrnahm, war sein ansteckendes Lachen. Er war keiner der Typen, die sich ständig in den Mittelpunkt drängen. Er hielt sich irgendwie im Hintergrund auf und genau das lies ihn so anziehend auf mich wirken. Er stupst mich sanft an: "Einen Cent für deine Gedanken!" "Für meine Gedanken bräuchtest du ein dickeres Portemonnaie."
Als Antwort bekomme ich nur ein Lächeln. Er fummelt in seiner Hosentasche und holt ein Päckchen Marlboro raus. "Hast du Feuer?", fragt er und grinst mich frech an. Ich verdrehe die Augen. "Wolltest du nicht aufhören?"
Ich habe es von Anfang an gehasst, dass er raucht. Auch wenn er so verdammt sexy dabei aussah. "Drogen sind verlogen", redete ich auf ihn ein. "Nicht Drogen sondern Umstände sind es, die mich dazu zwingen sie zu konsumieren. Außerdem spritz ich kein Heroin."
Damit war klar, dass dieses Thema für ihn erledigt war.
Ich stelle mich auf Zehenspitzen um ihn zu küssen. Er wendet seinen Kopf von mir, so, dass ich nur seine Wange erwische. "Aha ... Wie auch immer", murmel ich verwirrt und gehe zwei Schritte zurück. "Du, wir sehen uns." Er dreht sich um und entfernt sich mit entschlossener Läsigkeit von mir.
Damals kam er mit einem Kumpel an. Und um ehrlich zu sein, wusste ich nicht gleich für welchen von den beiden ich mich mehr interessierte. Sein Kumpel war das totale Gegenteil von ihm. Er lachte nur selten, kam aber sehr aufbrausend rüber. Und das Feuer in seinen Augen haute mich um. Meine Freundin erleichterte mir die Wahl, indem sie sich in diesen Donhuan verguckt hatte. Doch jetzt frage ich mich, ob es die beste Wahl war. Ich hasse es, dass wir bis jetzt nicht offen über uns gesprochen haben. Ich hasse es nicht zu wissen ob wir zusammen sind oder nicht. Ich hasse es, dass er so ist wie er ist und dennoch bin ich Wachs in seinen Händen. Erst jetzt verstehe ich wie er es meinte. Wir passen zusammen wie Nutella auf´s
Weissbrot.
Es klingelt an der Tür. Durch den Spion sehe ich ihn, vom Regen durchnässt ...
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