!MARCS young electronic magazine
AUSGABE: August 2002


Rubrik: NUTS

SERIE: G wie Glasmacher

Im Rahmen unserer kleinen Serie sind wir wieder auf die Suche nach interessanten Berufen zu dem Glasmacher Alexander Ottelinger gegangen. Und hier ist wie versprochen der Buchstabe G ...


wie Glasmacher

Gesprächsbereiter Partner war dieses Mal Herr Alexander Ottelinger aus dem Glasbläserhof in Todtnau - Aftersteg.
!MARCS:
Was ist die politisch korrekte Bezeichnung für ihren Beruf?
Hr Ottelinger:
Schlicht und einfach Glasmachermeister
!MARCS:
Was ist der Unterschied zwischen einem Glasbläser und einem Glasmacher?
Hr Ottelinger:
Der Glasbläser arbeitet mit dem Glasofen, der Glasmacher hingegen mit dem Bunsenbrenner.
!MARCS:
Was sind ihre Aufgaben?
Hr Ottelinger:
Wie der Name schon sagt : ich stelle Glasartikel her. Die Sparte reicht von dem klassischen Souvenir über Kelche, Schalen und Vasen bis hin zu Leuchtern.
!MARCS:
Was gefällt ihnen an ihrem Beruf?
Hr Ottelinger:
Ich habe hier die Möglichkeit meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Ich arbeite gerne mit Farben, speziell die venezianischen Farben haben es mir sehr angetan.
!MARCS:
Was haben sie gelernt?
Hr Ottelinger:
Glasmachermeister
!MARCS:
Und wie sind sie dann zu diesem Beruf gekommen?
Herr Ottelinger:
Ich führe eine Tradition meiner Familie fort.
!MARCS:
Wie würden sie kurz und prägnant ihren Berfusalltag beschreiben?
Herr Ottelinger:
Alltag in diesem Sinne gibt es keinen. Ich habe auch keinen "Produktionsplan" und kann dementsprechend frei arbeiten.
!MARCS:
Wie sind ihre Arbeitszeiten?
Hr Ottelinger:
Wir haben von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
!MARCS:
Ist das ihr Traumberuf gewesen und ist er das immernoch?
Herr Ottelinger:
Am Anfang war er es nicht, aber inzwischen ist es doch mein Traumberuf.
!MARCS:
Was wäre ein Alternativberuf bzw. welche Berufe könnten Sie sich sonst noch vorstellen?
Hr Ottelinger:
Ich identifiziere mich inzwischen so mit dem Beruf, dass ich mir keinen Anderen mehr vorstellen kann.
!MARCS:
Wie sieht die Ausbildung zum Glasmacher aus?
Hr Ottelinger:
Die Ausbildung dauert 3 Jahre in der Lehre. Eine weitere Möglichkeit ist es die Fachrichtung Glas zu studieren. Den Neigungen des Lehrlinges wird freien Lauf gelassen, sodass er sich für bestimmte Fachrichtugen wie z.B. Großzeugmacher, Kelchmacher oder Geschenkartikel spezialisieren kann.


Der Glasbläserhof Todtnau bietet fünfmal am Tag und nach Vereinbarung täglich Demonstrationen mit Vortrag über das Kunsthandwerk des Glasbläsers. Anschließend kann die Geschichte im dazugehörigen Glasmuseum begutachtet werden.
Für weitere Informationen steht die "Glasbläserhof Todtnau/Schwarzwald GmbH" unter folgdender Anschrift gerne zur Verfügung:



GLASBLÄSERHOF
Tal 6
79674 Todtnau-Aftersteg


Tel.: 07671 - 8050


Autor: markus&volker
Erstellt am: 2002-06-15