Beachtet...
|
Es war einmal ein Junge, der steckte
voller Energie, voller Ideen und voller Träume...
Jeden Tag vielen ihm neue Sachen ein, die er ausprobieren wollte...
Doch hatte es dieser Junge bald nicht mehr leicht auf dieser Welt. Seine Ideen
passten nicht in das Schema, daß ihm aufgesetzt wurde...
|
"Du mußt das so machen!"
sagten ihm die anderen, obwohl es auch anders ging.
"Das darf man nicht machen!"
sagte man ihm, obwohl es niemanden schadete, was er tat...
"Mit dem darfst Du nicht zusammen sein!"
verbot man ihm, obwohl doch er schon am besten wusste, mit wem er zusammen sein will...
Der Junge verstand die Welt nicht mehr. Warum durfte er sich nicht seinen eigenen
Weg raussuchen, den er gehen will...
Es ist nicht so, daß er nicht bereit war, zu lernen, jedoch wollte er wissen,
wieso er etwas in einer bestimmten Art machen sollte...
Der Junge verbitterte immer mehr und löste sich nach und nach von der Gesellschaft,
die ihn eigentlich schützen und leiten sollte...
Er baute sich teilweise eine eigene Welt auf, teilweise geriet er in schlechte
Kreise.
"Hier darf ich wenigstens so leben, wie ich das will. Hier kann ich das erfahren,
auf was ich neugierig bin!" sagt er heute...
Was war geschehen?
"Niemand hat sich Zeit genommen für meine Ideen und Wege. Es war immer
ich, der lernen sollte. Nie konnte ich zeigen, welchen Weg ich gehen wollte.
Keiner hat mich und meine Situation beachtet!"
Tja! Diese kleine Geschichte ist übrigens genau so passiert.
Ich kenne diesen nun nichtmehr ganz so jungen Menschen schon recht lange und
schätze seine guten Seiten.
Er hat bitter versucht, sein eigenes "Ich" zu finden.
Leicht hat er es auch heute nicht, da er das Vertrauen zur Gesellschaft
verloren hat.
Vielleicht gewinnt er es mal wieder zurück, jedoch bis dahin werden noch
viele Tage vergehen...
Wir sollten auch auf solche Menschen eingehen und versuchen, sie zu
verstehen, die andere Wege gehen wollen; Wege, die uns
erstmal unverständlich und falsch erscheinen.
Wir sollten uns alle Zeit nehmen, diese Wege zu verstehen, denn wenn es
Irrwege sind, so werden wir es gemeinsam merken und können diese dann immernoch
verlassen und korrigieren...
Es wäre schade, wenn uns gute Leute dadurch abhanden kommen, daß sie
von irgendwelchen Ignoranten unterdrückt oder verbittert werden.
Ich denke, daß man immer offen sein sollte für neue Ideen!
Vielleicht wird unser Leben daduch ein kleines Stück interessanter...
25.12.97 Tom.
|